Mobilegeddon – Wie Sie (tatsächlich) Google mobile-Friendly werden und gleichzeitig Ihre mobile Conversion ausbauen

Bereits im März 2015 verkündete Google offiziell das mobile Suchanfragen zum ersten mal die Anzahl der Suchanfragen die über den klassischen Desktop-PC getätigt wurden überstiegen hätten. Als logische Konsequenz folgte am 21. April 2015 das wohl seit langen größte und umfangreichste Algorithmus-Update „Mobile-Friendly“. Wer seine mobile Präsenz also bis zu diesem Datum vernachlässigt hatte oder seinen Usern im schlimmsten Fall garkeine mobile Version zur Verfügung stellte, sah sich nun (berechtigter Weise) gezwungen zu handeln und das nach Möglichkeit schnell. Zwar verzeichnet ein Großteil der Nicht-Mobile-Friendly Seiten noch immer relativ stabile Rankings, allerdings ist davon aus zu gehen dass dies nur ein aktueller Zustand ist, der sich früher oder später zu Gunsten der Mobile-Friendly Seiten verschieben wird.

Im Gegensatz dazu hat Googles „Mobile-Friendly“ Update (wer hätte es gedacht) bereits messbare Auswirkungen auf die mobile Sichtbarkeit. Wie immer sprechen wir nur von einem aktuellen Ist-Zustand der sich wohl erst in einigen Monaten auch bis in den letzten Winkel des www ausgewirkt haben wird und bis dahin bereits von weiteren Algorithmus-Updates befeuert wurde – Kurzum: Die richtige SEO und Conversion-Strategie stellt wie so oft nur eine temporäre Lösung dar.

Google Mobile-Friendly Check bestanden – Problem behoben?!


Grafik Google Mobile Friendly Check 2015

Der Google Mobile-Friendly-Check , von vielen Diensleistern als höchste und letzte Instanz um die Mobile-Wahrheit anerkannt erteilt seinen Segen in Form recht einfacher Hinweise ob Ihre Seite nun Mobile-Friendly ist oder nicht. So weit so richtig. Dieser Check hat natürlich durchaus seine Relevanz, keine Frage. Eine Frage die wir uns durchaus stellen sollten lautet:

Geben wir uns weiterhin damit zufrieden für aktuelle Ist-Zustände (meist nachträglich) zu optimieren, oder wagen wir einen Blick in die Zukunft und beginnen konzeptionell um zu denken?

Bereit für die Zukunft - Warum der Google Mobile-Friendly Check (noch) nicht weit genug geht.

Vereinfachte Darstellung: Der Google Mobile-Friendly Test vergleicht die Anzahl Ihrer tastächlichen mobilen URLs mit der Anzahl derer die nicht mobil sind. Das (brauchbare) Ergebnis ist daher (aktuell) meist noch überschaubar. Um für die Zukunft bereits richtig aufgestellt zu sein und beim nächsten „Mobile-Friendly“ Update (kommt ganz sicher) nicht die rote Karte zu sehen, sollten Sie sich mindestens über die beiden folgenden Themen schon heute intensiv Gedanken machen:

- Mobile Ladenzeiten, Warum Responsive Webdesign (alleine) nicht die Lösung sein kann.

- Mobile Usability (Konzeptioneller Ansatz: Darstellung, Typografie, Touch Elemente, etc.)




Grafik Google Mobile Friendly 2016 und 2017

Und was ist mit der Conversion?

Die Optimierung Ihrer Seite hin zu einer Google-Friendly Website ist ein großer und richtiger Schritt in die richtige Richtung. Wenn Sie darüberhinaus schon heute an Themen wie mobile Ladezeiten und mobile Usability denken sind Sie nicht nur den meisten Ihrer Mitbewerber um einige Jahre voraus, sondern optimieren bis zu einem gewissen Grad auch ganz automatisch bereits Ihre mobile Conversion die natürlich (auch) im klaren Zusammenhang mit mobilen Ladezeiten und Usabilty liegen. Und Genau hier wird es kritisch.

Welche Lösungen gibt es?

Für die Entwicklung klassischer Informations und Dienstleistungsseiten deren Ziel es ist (Neu)Kundenkontakte zu generieren und/oder Produkt/Dienstleistungsinformationen zu kommunizieren, stehen uns 2 Möglichkeiten zur Verfügung:

1. Responsive Webdesign: Responsive Websites skalieren sich für die jew. Auflösung des Endgeräts. Bspw. Wird aus einem dreispaltigen Desktop-Layout ein zweispaltiges Smartphone-Layout. Darüberhinaus können Elemente ein oder ausgeblendet werden.

Vorteil:

+ Die Inhalte der Seite können wie gehabt über Ihr Wordpress CMS geändert werden und sind somit ohne zusätzlichen Aufwand auch für mobile Geräte verfügbar
+ Google erkennt diese Art der mobilen Entwicklung als Mobile-Friendly an.
+ Auch Tablets (zählen im Google-Algorithmus zu den Desktop-Geräten) werden mit einer passenden Darstellung bedient

Nachteil:

- Der finanzielle Aufwand beträgt meist bis zu 40% einer Desktop-Seite, ist gleichzeitig aber dennoch deutlich günstiger die Entwicklung einer mobilen-Website.
- Grafische Darstellungen und Ausrichtungen entsprechen leider all zu oft nicht den Vorstellungen des Kunden.
- Responsive Websites werden immer zu 100% geladen (egal ob Sie ggf. Elemente ausblenden) die dadurch entstehenden (mobilen) Ladezeiten sind enorm. Dies schadet bereits heute Ihrer Conversion und zukünftig auch Ihrem (mobilen) Google-Ranking.

2. Mobile Websites: Eine mobile Webiste wird parallel zur „normalen“ Desktop-Seite betrieben und ist z.B. über eine eigene URL wie mobil.domain.com zu erreichen.

Vorteil:

+ Die Inhalte (Darstellung, Typografie, Touch Elemente) können exakt auf das Verhalten der Smartphone Nutzer zugeschnitten werden – Siehe oben, Stichwort Mobile Usability.
+ Ladezeiten können extrem verkürzt werden da nur wirklich (Smartphone) relevante Elemente geladen werden müssen.
+ (Mobile) Conversion relevante Elemente können prominenter und Umsatz/Anfragen freundlich platziert werden.
+ Mobile Websites können auch nachträglich noch entwickelt werden, während Responsive Websites von Beginn an in die Planung eingebunden werden müssen.
+ Google erkennt diese Art der mobilen Entwicklung als Mobile-Friendly an.

Nachteil:

- Die Entwicklung einer eigenen Mobile-Website für Smartphones bringt auch einen entsprechenden Mehraufwand mit sich. Die Kosten können hierfür bei 40-50% der Desktop-Seite liegen.
- Mobile Websites haben einen größeren Pflegebedarf und müssen gesondert von der Desktop-Version editiert werden.


Viele Wege führen (leider) nach Rom - Die Chris And Friends Lösung:

Ziel Definition:Wir müssen Google-Mobile-Friendly sein/werden, möchten für zukünftige Google Algorithmus Updates bereits die mobilen Ladezeiten und Usability berücksichtigen und wollen unsere mobile Conversion ausbauen, ohne dabei die Conversion der Desktop und Tablets aus dem Auge zu verlieren. Das Ganze mit möglichst wenig Pflegeaufwand und zu einem wirtschaftlichen Preis.


Grafik - Zusammenfassung der Ziele

Lösungsansatz:

Um dies zu erreichen empfehlen wir weder allein auf Responsive Webdesign, noch ausschließlich auf Mobile Websites zu setzen. Vielmehr sehen wir die optimale Lösung in einer durchdachten Kombination beider Ansätze, die sich die jew. Vorteile der Herangehensweisen zu Nutze macht. Dabei empfiehlt es sich bspw. Weiterhin Desktop-Seiten auf Basis eines gängigen Responsive Frameswork (Bspw. Skeleton oder Bootstrap) zu entwickelt um möglichst viele Desktop und Tablet Auflösung bereits optimal an zu steuern.

Für die mobile Smartphone Ansicht empfehlen wir auf Responsive Webdesign gänzlich zu verzichten und hier mit einer deutliche reduzierten „Smartphone-Onepager“ Lösung zu arbeiten. Dies reduziert Ladezeiten, erhöht spürbar die Conversion, wird von Google als Mobile Friendly anerkannt und kann im Bedarfsfall auch gesondert und unabhängig von der Desktop-Seite entwickelt werden. Die „Smartphone-Onepager“ Lösung kann eine kostengünstige Lösung für Mobile-Websites darstellen, muss aber in jedem Fall gesondert konzipiert werden und je nach Kunde und Projekt auf seinen Nutzen abgewogen werden.